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Tag der offenen Schule · Samstag, 12. Dezember 2026 Programm & Anfahrt
Zwei Kinder mit Schulranzen winken sich auf dem Schulweg zu

Konzepte

Förderkonzept

Fördern und Fordern – individuelle Förderung und Begabtenförderung

Individuelle Förderung ist am Luisen-Gymnasium fest im Schulprogramm verankert – für Schülerinnen und Schüler, die Unterstützung brauchen, ebenso wie für besondere Begabungen und Talente. Unser Förderkonzept beschreibt, wie wir stärkenorientiert fördern: im Unterricht, in Förder- und Ergänzungsstunden, über Arbeitsgemeinschaften, durch Lernbegleitung und über besondere Wege der Begabtenförderung.

Web-Fassung des Förderkonzepts einschließlich der Begabtenförderung

Unser Grundsatz

Stärken statt Defizite

Wir verstehen Förderung als Aufgabe für alle Schülerinnen und Schüler: Fördern und Fordern gehören zusammen. Deshalb setzen wir weniger auf defizitorientierten Förderunterricht als auf Angebote, die an Stärken, Interessen und Potenzialen ansetzen – begleitet durch Beratung und regelmäßige Gespräche mit Eltern und Lehrkräften.

Die Bausteine unserer Förderung

Diese Bausteine greifen ineinander: Lernzeiten, Projekte, Profile und Lernbegleitung.

Welche Angebote im laufenden Schuljahr konkret zur Verfügung stehen, zeigt die Übersicht der individuellen Förderung.

Förder- und Ergänzungsstunden

In den Jahrgängen 9 und 10 gibt es Förderstunden für alle Schülerinnen und Schüler, die nicht Spanisch als dritte Fremdsprache belegt haben. In der Sekundarstufe I kommt für alle Klassen eine Ergänzungsstunde Deutsch hinzu. Je nach Stellenausstattung bieten wir weitere freiwillige Förderstunden an.

Förderung über Arbeitsgemeinschaften

Anstelle des klassischen Förderunterrichts setzen wir Fördern und Fordern in der Regel über AGs um – von der Kopfrechen-AG über den Leseclub bis zu Sport, Chor und MINT. Die Fachkonferenzen der Hauptfächer legen fest, welche Inhalte die fachbezogenen AGs abdecken sollen.

Lernbegleitung und Lerncoaching

Beim Lerncoaching geht es nicht um den Stoff, sondern um das „Wie“ des Lernens: Lernstrategien, Motivation und der Umgang mit Lernblockaden. Das Angebot ist freiwillig und vertraulich und gilt für die Jahrgangsstufen 5 bis Q2.

Schülerinnen und Schüler helfen Schülerinnen und Schülern

Ältere Schülerinnen und Schüler geben jüngeren Nachhilfe in kleinen Blöcken und zu fairen Kosten. So werden Lücken geschlossen und zugleich Lernstrategien weitergegeben.

Begabtenförderung

Wie wir besondere Begabungen fördern

Die Förderung besonderer Begabungen und Talente ist Teil der individuellen Förderung und im Schulprogramm verankert. Im Mittelpunkt stehen die individuellen Stärken, Interessen und Potenziale der Schülerinnen und Schüler. Auf dieser Grundlage werden geeignete Fördermöglichkeiten entwickelt und abgestimmt. Dabei arbeiten Fachlehrkräfte, Klassen- und Stufenleitungen sowie die Eltern eng zusammen.

Ziel ist es, besondere Begabungen frühzeitig zu erkennen und Schülerinnen und Schüler entsprechend ihrer Fähigkeiten gezielt zu fördern und in ihrer Entwicklung zu unterstützen.

Erprobte Maßnahmen

  • Akzeleration (Vorversetzung) und Fachspringen
  • Drehtürmodelle in einzelnen Fächern
  • begleitete Vorbereitung und Nominierung zu Wettbewerben und Olympiaden, u. a. im MINT-Bereich
  • AG in der Sekundarstufe II zur Vorbereitung auf „Jugend forscht“
  • Nominierung zur Kinder- und Jugendakademie sowie zu Sommerakademien des Landes und des Bundes
  • Talentscouting und Studium für Schülerinnen und Schüler in Kooperation mit der Heinrich-Heine-Universität
  • Beratung zu Stipendien
  • CertiLingua, AbiBac und bilinguale Angebote in Erdkunde und Geschichte für besonders Sprachbegabte

Besondere Wege im Detail

Vorversetzung und Studium für Schülerinnen und Schüler: zwei Wege, die im Einzelfall vereinbart und begleitet werden.

Zusätzlich gibt es die Möglichkeit des Drehtürmodells. Weitere Informationen dazu gibt die Stufenkoordination.

Vorversetzung in fünf Schritten

Das Überspringen einer Klassenstufe wird sorgfältig vorbereitet und in der Klassenkonferenz entschieden. Voraussetzung sind ein Antrag der Eltern und die Zustimmung des Kindes.

  1. Beratung in der Schule: Fachlehrkräfte, Klassenleitung und das Beratungsteam für besondere Begabung prüfen gemeinsam, ob eine Vorversetzung sinnvoll ist.
  2. Erstes Beratungsgespräch: Eltern und Kind werden beraten; die Schule spricht eine Empfehlung aus.
  3. Hospitation: Die Schülerin oder der Schüler hospitiert mindestens zwei Wochen in der nächsthöheren Klasse. Anschließend wird die Hospitation ausgewertet.
  4. Antrag und Entscheidung: Nach weiteren Gesprächen stellen die Eltern den Antrag. Beraten und entschieden wird in der Zeugniskonferenz zum Halbjahr oder zum Schuljahresende.
  5. Begleitung und Auswertung: Das Beratungsteam begleitet den Übergang, unterstützt beim Aufarbeiten von Stoff und wertet die Maßnahme nach etwa einem halben Jahr aus.

Studium für Schülerinnen und Schüler an der Heinrich-Heine-Universität

Herausragende Schülerinnen und Schüler können bereits während der Schulzeit als Jungstudierende Veranstaltungen besuchen und Leistungsnachweise erwerben, die nach dem Abitur anerkannt werden können. Über die zugelassenen Fächer informiert die Universität. Für die Teilnahme gilt:

  • formlose Bewerbung bei der Schule um Freistellung
  • Bewerbung bei der Universität mit Motivationsschreiben und Lebenslauf
  • Teilnahme an der Informationsveranstaltung der Hochschule
  • Einverständnis der Eltern und der Schulleitung sowie ein Gutachten einer Fachlehrkraft
  • schriftliche Zusage der Universität und Nachweis der besuchten Veranstaltungen

Wettbewerbe und Zertifikate

Wettbewerbe sind für uns mehr als ein Kräftemessen: Sie bieten die Gelegenheit, sich neben dem Unterricht – oft in einer vorbereitenden AG – intensiv mit einem Thema zu beschäftigen. Das gilt für Sprachen ebenso wie für die MINT-Fächer, die musisch-künstlerischen Fächer und für Projekte zu sozialen Themen.

  • In der AG „Jugend forscht“ bereiten sich Schülerinnen und Schüler jahrgangsübergreifend auf den Wettbewerb vor.
  • Die Schach-AG trainiert auch für die jährlichen Stadtmeisterschaften der Düsseldorfer Schulen.
  • Die Sprach-AGs DELF und DELE führen zu den Sprachzertifikaten in Französisch und Spanisch.

Beratung und Kontakt

Sie möchten wissen, welche Förderung für Ihr Kind passt? Sprechen Sie uns an – gemeinsam mit den Fachlehrkräften und der Klassenleitung finden wir den passenden Weg.

Ansprechpartnerin für das Förderkonzept:

Kontakt zu Lehrkräften vermittelt das Sekretariat

Frau Papenfuß

Oberstufenteam, Individuelle Förderung