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Tag der offenen Schule · Samstag, 12. Dezember 2026 Programm & Anfahrt
Buchrücken in einem Regal: zwischen zwei goldverzierten Ledereinbänden steht ein hellblauer Band „Düsseldorf Geschichte, Band 1“

Das Luisen

Unsere Geschichte

Von der Gründung 1837 bis zum Neubau 2026 – entdecken Sie fast 190 Jahre Luisenschule.

Meilensteine

Aus der höheren Mädchenschule von 1837 ist ein koedukatives Gymnasium mit UNESCO-Profil geworden. Die wichtigsten Stationen dieses Weges stehen hier in ihrer zeitlichen Reihenfolge.

Wie es an der Völklinger Straße weitergeht, steht auf der Seite Neubau.

  1. 1837

    Gründung der Luisenschule

    Am 30. Oktober 1837 eröffneten 17 evangelische Familienväter die Luisenschule in der Ratinger Straße – am Geburtstag der Schirmherrin Prinzessin Wilhelmine Luise von Preußen. Ihr Ziel: ihren Töchtern mehr als eine Elementarbildung zu bieten.

  2. 1863

    Erstes eigenes Gebäude

    Nach mehreren Umzügen aufgrund steigender Schülerinnenzahlen bezog die Luisenschule 1863 ihr erstes eigenes Gebäude in der Steinstraße. Ab 1864 bereitete eine Seminarklasse Mädchen erstmals auf die Lehrerinnenprüfung vor, 1875 folgte die staatliche Anerkennung.

  3. 1876

    Städtische Schule

    Die Stadt übernahm die Luisenschule von der evangelischen Gemeinde und öffnete sie auch für katholische Schülerinnen. Schon 1877 wurde die Schule auf 13 Klassenräume, eine Turnhalle und einen Schulhof erweitert.

  4. 1898

    Zwei Bildungsgänge

    Ab 1898 wurde in zwei Bildungsgängen unterrichtet: das Lyzeum mit anschließender Frauenschule und die Studienanstalt. Letztere ermöglichte Mädchen erstmals den Zugang zum Universitätsstudium.

  5. 1907

    Neubau Bastionstraße

    Am 9. März 1907 bezog die Luisenschule ihr prächtiges neues Gebäude an der Bastionstraße. 1911 folgte ein Erweiterungsbau. Die Schule wuchs stetig und zählte 1918 mehr als 1000 Schülerinnen.

  6. 1914

    Erstes Abitur

    Ein historischer Meilenstein: 1914 legten erstmals 17 Schülerinnen der Studienanstalt das Abitur ab. Damit erhielten Mädchen am Luisen-Gymnasium die volle Hochschulreife.

  7. 1918-1945

    Krisenzeiten

    Bewegte Jahrzehnte prägten die Schule: französische Besatzung, NS-Reformen, Kinderlandverschickung und Kriegsschäden. Nach der kriegsbedingten Schließung wurde der Unterricht am 1. Oktober 1945 wieder aufgenommen.

  8. 1957

    Teilung der Schule

    Bei einer Rekordzahl von 1409 Schülerinnen wurde die Luisenschule geteilt. Die mathematisch-naturwissenschaftliche Luisenschule I zog später als Lise-Meitner-Schule um, das Luisen-Gymnasium blieb an der Bastionstraße.

  9. 1972

    Koedukation

    Im Rahmen des allgemeinen Trends in NRW wurde das Luisen-Gymnasium 1972 auch für Jungen geöffnet. Die Schule entwickelte sich zu einem modernen, koedukativen Gymnasium.

  10. 1986-1992

    Modernisierung & UNESCO

    1986 wurde die historische Aula renoviert. Ab 1990 konnte Französisch als zweite Eingangssprache gewählt werden. Am 2. September 1992 folgte die Anerkennung als UNESCO-Projektschule.

  11. 2018

    Neubau beschlossen

    Am 12. Juli 2018 beschloss der Düsseldorfer Stadtrat den Neubau für das Luisen-Gymnasium, weil das historische Gebäude nicht mehr allen modernen Anforderungen entsprach.

  12. 2026

    Neues Kapitel

    Nach fast 120 Jahren an der Bastionstraße zieht das Luisen-Gymnasium 2026 in ein modernes Gebäude an der Völklinger Straße. Ein neues Kapitel beginnt – die Tradition und der Geist von Luise bleiben erhalten.

Die Luisen-Hymne

Zum 175-jährigen Jubiläum hat sich die Schulgemeinschaft eine eigene Hymne geschrieben. Hier steht der vollständige Text.

1. Strophe

Luise ließ die Jungs nicht rein, man musste eine Dame sein.
Mit Herz, Esprit und Tatendrang gingen sie die Sache an.
Doch dann kam eine Änderung, die Jungen wagten auch den Sprung.
Es ist egal, ob Frau, ob Mann, weil jeder doch das Gleiche kann.

Refrain

Luises Geist ist uns geblieben, so steht’s in gold’nen Lettern geschrieben,
Hoch erbaut aus rotem Stein, trotz Bombenschlag und Lauf der Zeit.
Wir sind von hier, von nah, von fern – doch Luise hat uns alle gern.
Denn alle sind wir hier bereit für den Bund der Einigkeit.

2. Strophe

Aufeinander geb’n wir Acht, so wird das bei uns gemacht.
Getobt wird oben auf dem Dach, dann sind schließlich alle wach.
Spielen unterm Dach der Welt, wir drehen auf: „Ich bin der Held!“
Ein Blick hinunter auf den Hof sind Große klein und Kleine groß.

3. Strophe

Mit dem Bac und Abitur, sagen wir der Welt: „Bonjour!“
So schwingen wir unsere Fahnen, seit 175 Jahr’n.
Unesco gemeinsam mit Luise, das ist unsere Devise.
Die Gemeinschaft bleibt besteh’n, sie wird ewig nicht vergehen.

Wie die Hymne entstand

Die Hymne entstand zum 175-jährigen Jubiläum: Im Schuljahr 2011/2012 erarbeiteten die 29 Schülerinnen und Schüler des Vokalpraxiskurses der Q1 Text und Melodie gemeinsam mit dem Komponisten David Graham, engagiert vom Förderverein. Eine instrumentale Einleitung mit Melodien und Rhythmen aus neun Ländern spiegelt die Internationalität unserer Schulgemeinschaft wider.